INSELN

Rovinjer Archipel

Der Rovinjer Archipel besteht aus 22 Inseln und kleinen Inseln, von denen die Inseln des hl. Andrija und der hl. Katarina die größten sind und auf denen sich Maistra-Hotels befinden. Die Mehrheit der Inseln gehörte einst Fischern und vermögenden Familien aus Rovinj, die die Inseln später verkauften. So wurde Graf Hütterott Eigentümer der Roten Insel, und der polnische Graf Milewski Eigentümer der Insel der hl. Katarina. Diese zwei Personen betrieben einen wahren Wettkampf was die Schönheit der Inseln anbelangt. Deshalb wurden systematisch Bäume und andere Pflanzen gepflanzt, und dank ihnen wurden die beiden Inseln zu den beliebtesten Destinationen von Touristen, auf die die Rovinjer stolz sind.

Insel des hl. Andrija (Rote Insel)

Im frühen Mittelalter erbauten Benediktiner auf der Insel ein Hospiz und ein Kloster. Im Jahre 1446 kommen dalmatinische Franziskaner auf die Insel, die die Kirche des hl. Andrija renovieren und erweitern sowie das Kloster renovieren. Von 1820 bis 1890 übernehmen verschiedene Unternehmen die Insel, die in den Räumen des Klosters Öl herstellen und Zement weiterverarbeiten. In diesem Zeitraum geraten die kulturellen Werte des Klosters in Vergessenheit. Im Jahre 1890 kauft Johann Georg Hütterott die Insel des hl. Andrija, lässt sie neu einrichten und rekonstruiert sie in eine Sommerresidenz, die später das Hauptgebäude der Ferienanlage wird. Georg Hütterott wandelte das Klostergebäude in ein Schloss um: es wurde Erde aufgeschüttet, eine Wasserleitung, später auch eine Strom- und Telefonleitung eingeführt. Durch die Pflanzung speziell ausgewählter mediterraner und anderer Pflanzen wurde ein Park eingerichtet, es wurden Gärten angebaut und somit der Insel ihr Glanz zurückverliehen, in dem sie vor der Devastation durch die Fabrikmaschinen gestrahlt hatte. Eine bedeutende Rolle hat auch das Mausoleum des Barons Hütterott auf der benachbarten Insel Maškin, die durch einen Steg mit der Insel des hl. Andrija verbunden ist. Die Fläche um das Mausoleum besteht aus einer Reihe von Zypressen, die einen Kreis bilden und wahrscheinlich Windrosen darstellen sollten. Ursprünglich führten zwölf mit Zypressen eingerichtete Wege zum Mausoleum. Nach der neuen Raumplanung der Umgebung wurden nur vier beibehalten.

Insel der hl. Katarina

Die Anfangsgeschichte der Insel beginnt in der Bronzezeit, was das uralte historische Gebäude, das im Jahre 1886 entdeckt wurde, beweist. Somit stellt dieses Gebiet den erstbesiedelten Ort im Gebiet der heutigen Stadt Rovinj dar. Später halten sich verschiedene Orden auf der Insel auf. Bis 1473 wird es zum Hospiz für Eremiten – Klausner umgewandelt, danach kommen Serviten des Mariaordens aus der Region Treviso auf die Insel, die ein Kloster bauen, die kleine Kirche der hl. Katarina renovieren und einen hohen Glockenturm anbauen. Die Mönche blieben bis 1779 auf der Insel, als die Insel nach einem Beschluss des venezianischen Magistrats der Gemeinde zugesprochen wird. Aber durch verschiedene Vermählungen gelangt die Insel schnell in die Hände der Familie Paulini. Im Jahre 1860 kauft Matteo Rismondi die Insel, die später sein einziger Sohn Alvise Rismondo, ein bekannter Rovinjer Notar, von ihm erbt. Nachdem im Jahre 1890 Baron Georg von Hütterott die Insel des hl. Andrija gekauft hatte, wuchs das Interesse vermögender Kreise an einem Grundstückskauf blitzartig, die sich entschieden, Hotels zu bauen und damit Rovinj zu einem mondänen Ort für den Sommerurlaub von Gästen des Monarchen machten. Im Jahre 1905 kaufte der exzentrische polnische Graf Milewski die Insel der hl. Katarina. Auf diese Insel, auf der viel Stein vorhanden ist, wurde zunächst Erde aufgeschüttet und danach wurden Bäumen gepflanzt. Er ließ einige Stege, ein Netz von kleinen Wegen auf der kleinen Insel sowie ein Schloss bauen. Die Einrichtung der Insel wurde wahrscheinlich von der Rivalität mit dem Nachbarn, Hütterott auf der Insel des hl. Andrija, beeinflusst. Aber im Unterschied zu Hütterott, der auf seiner Insel ein lebhaftes Gesellschaftsleben führte, verhinderte Milewski das Betreten der Insel der hl. Katarina. Für diese Zwecke setzte er Hunde und Bodyguards ein. Milewski investierte sehr viel Mittel in die Insel, so dass er für die heutige Attraktivität und Schönheit der Insel der hl. Katarina eine äußerst große Rolle gespielt hat. Nach seinem Tod und im Laufe stürmischer, historischer Umstände änderte die Insel noch einige Male ihren Eigentümer, um am Ende des II. Weltkrieges der Stadt Rovinj zugeteilt zu werden.

GEOLOGISCHES NATURDENKMAL

Steinbruch Monfiorenzo

In der Nähe von Rovinj Dieses geologische Denkmal von internationalem Wert, an dem die genetische Entwicklung der istrischen Küste sichtbar wird, wird auch Steinbruch der Fantasie genannt. Zahlreiche Schichten zeugen über die Existenz Wiesen aus blaugrünen Algen, die mit Kalksteinschlamm gemischt wurden und im Laufe von 130 Millionen Jahren durch kräftige Meeresströme auf die Küste gespült und zu Stein wurden. Der Standort stellt ein einmaliges Beispiel der Kalksedimentation dar und ist einer der bedeutendsten und interessantesten Steinbrüche der Welt. Die Qualität des Steins aus der Umgebung von Rovinj ist erstklassig, wovon Ausgrabungen zeugen, die beweisen, dass schon die Römer mit diesem Stein Sarkophage bauten. Dem Rovinjer Steinbruch entnahmen die Venezianer weißen Stein und bauten pompöse Gebäude damit, unter denen der "Dogenpalast ", das Regierungsgebäude am Markusplatz, die Kirche "Santa Maria della Salute", sowie bekannte Gebäude in Padova und Ancona zu den bedeutendsten gehören.

Lim-Fjord

Der Kanal zwischen Vrsar und Rovinj stellt ein übergeschwemmtes Flusstal mitten in einer Karstschlucht dar. Er ist ca. 10 km lang und hat eine Durchschnittsbreite von 600 m, die größte Tiefe befindet sich am Eingang und beträgt 33 m. Aufgrund zahlreicher Unterseequellen ist das Meer weniger salzig und weniger durchsichtig als auf offenem Meer, was auf einen Reichtum von Planktonen hinweist. Es gibt hohe Temperaturschwankungen sowie einen hohen Sauerstoffgehalt. Diese spezifischen Merkmale erzeugen einen Reichtum an Flora und Fauna. Das Gebiet ist eine natürliche Laich stelle für viele Fischarten.

Vogelreservat Palud

Nur 10 km von Rovinj entfernt befindet sich ein Sumpfgebiet mit interessanter Flora und Vegetation, wo auch einige seltene Pflanzen wachsen. Das Gebiet zeichnet sich durch Verschiedenartigkeit und Reichtum der Vogelwelt dar, und vor allem der Sumpfvögel in der Nistzeit, in der Winterzeit und in der Migrationszeit. Pedologische, mikroklimatische, hydrologische und andere Faktoren rufen eine große biologische Vielfalt hervor.

STADTEILE UNTER DENKMALSCHUTZ

Altstadt Rovinj

Die unter Denkmalschutz stehende Altstadt von Rovinj ist der außergewöhnlichste und einmaligste Bestandteil der Stadt. In der Altstadt wimmelt es nur so von romanisch-gotischen, Renaissance-, Barock-, neoklassizistischen Fenstern, Balkons, Steintreppen, Dachterrassen, Toren, Treppen. Ein Spaziergang durch die engen Gassen und über Plätze, neben verwunderlichen, eng aneinandergereihten Häuserreihen, die sich gegenseitig abstützen und so bis zur Kirche der hl. Euphemia «aufsteigen». Die Altstadt von Rovinj wurde einst von sicheren Festungsmauern aus Mittelalter und Renaissance geschützt, die im Süden und im Norden der Altstadt bis heute erhalten sind. Dies sind das Tor des hl. Benedikt (heutiges Tor zur Küste), das Tor Portica unter der Mauer, mit einer Inschrift aus dem Jahre 1590 sowie das Tor des hl. Kreuzes, mit Stadtwappen, während das Tor des alten Fischmarkts, der heutige Balbi-Bogen, gewisse Veränderungen durchlebt hat.

Stadtplatz

Vom Stadtplatz aus, an der Stelle, wo einst das Stadttor stand – das Tor des Fischmarkts (der heutige Balbi-Bogen) gelangen wir in die Altstadt. Auf einer Seite stehen venezianische Gebäude und auf der anderen Gebäude, die uns in die Vergangenheit bzw. in die Kunst und Architektur im österreichischen Stil und in den Stil der Stadt Triest zurückversetzen. Hier befindet sich auch ein relativ neuer Brunnen, der im Jahre 1959 erbaut wurde und in dem sich zahlreiche Tauben der Stadt baden und ihren Durst sättigen.